Der Drucksektor entwickelt sich ständig weiter. Neue Technologien versprechen bessere Ergebnisse und geringere Umweltbelastungen. Ein besonders vielversprechender Bereich ist der nachhaltige Flexodruck, insbesondere wenn er mit LED-Härtung kombiniert wird. Dieser Ansatz revolutioniert die Etikettenproduktion und darüber hinaus. Die Umstellung auf LED-UV-Härtung bringt deutliche Vorteile mit sich. Sie reduziert die Wärmeentwicklung im Druckprozess erheblich. Das schont nicht nur die empfindlichen Substrate, sondern senkt auch den Energieverbrauch. Dies ist ein entscheidender Schritt in Richtung eines umweltfreundlicheren Druckens.
Der Flexodruck ist seit langem eine tragende Säule der Etiketten- und Verpackungsindustrie. Seine Vielseitigkeit erlaubt den Druck auf unterschiedlichste Materialien. Dazu gehören Folien, Papier und Karton. Traditionell wurde hierbei oft mit Quecksilberdampflampen oder Infrarotstrahlern gearbeitet. Diese Methoden erzeugen jedoch viel Wärme. Dies kann bei dünnen oder wärmeempfindlichen Materialien zu Verzug oder Beschädigung führen. Zudem sind diese Lampen energieintensiv und ihre Entsorgung stellt eine ökologische Herausforderung dar.
Hier setzt die LED-UV-Härtung an. LEDs (Light Emitting Diodes) emittieren Licht in einem sehr spezifischen Wellenlängenbereich. Dieses Licht ist ideal, um die PHOTOinitiatoren in den UV-härtenden Tinten und Lacken zu aktivieren. Der Prozess ist extrem schnell. Er erfolgt in Sekundenbruchteilen. Der Clou ist die geringe Wärmeabgabe. Im Vergleich zu herkömmlichen Lampen ist die Wärmeentwicklung minimal. Dies erlaubt den Druck auf einer breiteren Palette von Materialien. Auch sehr dünne Folien oder empfindliche Papiere können nun ohne Einschränkungen bedruckt werden. Die höhere Effizienz der LED-Härtung führt direkt zu Energieeinsparungen. Dies macht den Druckprozess wirtschaftlicher und ökologischer.
Die Vorteile des nachhaltigen Flexodrucks mit LED-Härtung sind vielfältig. Erstens die verbesserte Energieeffizienz. LEDs verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Härtungssysteme. Sie erreichen schnell ihre Betriebstemperatur und benötigen keine lange Aufheizzeit. Dies bedeutet, dass der Druckprozess sofort mit voller Leistung starten kann. Die Energieeinsparung kann sich signifikant auf die Betriebskosten auswirken. Besonders bei der Etikettenproduktion, die oft im Schichtbetrieb läuft, ist dies ein wichtiger Faktor.
Zweitens die geringere Wärmeentwicklung. Wie bereits erwähnt, ist dies entscheidend für den Druck auf wärmeempfindlichen Substraten. Dies eröffnet neue Möglichkeiten im Bereich der Etiketten. Denken Sie an spezielle Funktionsetiketten, Sicherheitsmerkmale oder Dekorationen auf anspruchsvollen Materialien. Die Reduzierung der Wärme schützt die Integrität des Druckprodukts. Es minimiert das Risiko von Schrumpfung, Verzug oder Farbveränderungen.
Drittens die längere Lebensdauer und geringere Wartung. LEDs haben eine wesentlich längere Lebensdauer als Quecksilberdampflampen. Sie müssen seltener ausgetauscht werden. Dies reduziert nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die Ausfallzeiten der Maschinen. Die Wartung wird einfacher und effizienter. Die Umwelteinwirkung durch den Austausch von Lampen und die Entsorgung von Sondermüll wird ebenfalls minimiert.
Viertens die Umweltfreundlichkeit. LEDs enthalten keine schädlichen Substanken wie Quecksilber. Dies erleichtert die Entsorgung am Ende ihrer Lebensdauer. Der geringere Energieverbrauch trägt zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei. Viele Hersteller von UV-Tinten und -Lacke entwickeln speziell für die LED-Härtung optimierte Produkte. Diese sind oft VOC-frei (Volatile Organic Compounds), was die Luftqualität am Arbeitsplatz verbessert und die Umwelt weiter schont.
Der Übergang vom Offsetdruck oder Tiefdruck zum Flexodruck mit LED-Härtung ist für viele Druckereien eine strategische Entscheidung. Während der Offsetdruck und der Tiefdruck ihre Stärken in anderen Anwendungsbereichen haben, ist der Flexodruck für den Schmalbahn- und Etikettendruck oft die erste Wahl. Der Schmalbahndruck bezieht sich auf Druckmaschinen, die Materialien mit geringer Bahnbreite verarbeiten. Dies ist typisch für die Produktion von Etiketten, Banderolen und anderen kleinen Druckprodukten.
Die Qualität des modernen Flexodrucks ist beeindruckend. Mit hochauflösenden Druckplatten und präzisen Maschinen können feine Details und satte Farben erzielt werden. Die LED-Härtung unterstützt diese Qualitätsansprüche. Sie sorgt für eine saubere und vollständige Aushärtung der Tinte. Dies verhindert Ausbluten oder Verschmieren und garantiert scharfe Druckergebnisse. Die Farbbrillanz und Beständigkeit werden durch die effiziente Härtung positiv beeinflusst.
Für Druckereien, die im Schmalbahndruck tätig sind, ist die Implementierung der LED-Härtung ein wichtiger Schritt zur Modernisierung. Sie ermöglicht nicht nur eine breitere Materialauswahl, sondern auch die Einhaltung strengerer Umweltauflagen. Die Investition in LED-Härtungstechnologie zahlt sich durch gesteigerte Effizienz, reduzierte Betriebskosten und eine verbesserte Marktposition aus. Die Fähigkeit, nachhaltig zu produzieren, wird zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Kunden fordern vermehrt umweltfreundliche Lösungen.
Die Integration von LED-Härtung in bestehende Flexodruckmaschinen ist oft problemlos möglich. Viele Maschinenhersteller bieten Nachrüstsätze an. Dies macht den Umstieg zugänglicher. Es ist jedoch ratsam, sich professionell beraten zu lassen, um die optimale Lösung für die spezifischen Anforderungen zu finden. Dies schließt die Auswahl der passenden Tinten und die Kalibrierung der Härtungsintensität ein.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der nachhaltige Flexodruck mit LED-Härtung eine zukunftsweisende Technologie ist. Sie bietet erhebliche Vorteile in Bezug auf Effizienz, Materialvielfalt, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Für Unternehmen im Bereich Etikettendruck und Schmalbahndruck ist dies eine Technologie, die ernsthaft in Betracht gezogen werden sollte, um wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltige Produktionsziele zu erreichen.




