Von konventionell zu LED: Der Technologiewechsel bei UV-härtenden Systemen

Von konventionell zu LED Der Technologiewechsel bei UV-härtenden Systemen

Der Wandel in der Druckbranche: LED-UV-Härtung revolutioniert Prozesse

Die Druckindustrie steht seit Jahren vor der Herausforderung, effizientere und umweltfreundlichere Lösungen zu finden. Der Wechsel von konventionellen UV-Systemen zu LED-UV-Härtungstechnologien markiert hier einen Meilenstein. Warum dieser Technologiewechsel nicht nur sinnvoll, sondern unvermeidlich ist, zeigt sich in den vielfältigen Anwendungsbereichen – von Etiketten- über Flexo- und Offsetdruck bis hin zu schmalbahnigen Druckverfahren.

Traditionelle UV-Härtung vs. LED: Ein Technologievergleich
Konventionelle UV-Systeme nutzen Quecksilberdampflampen, um Druckfarben und Lacke durch Polymerisation zu härten. Doch diese Methode hat Schwachstellen: Hoher Energieverbrauch, Wärmeentwicklung und begrenzte Lampenlebensdauer. LED-UV-Systeme ersetzen die alten Lampen durch präzise steuerbare LEDs. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Energieeffizienz: Bis zu 70 % weniger Stromverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Systemen.
  • Sofortige Verfügbarkeit: Keine Aufwärmphase – LEDs erreichen sofort maximale Leistung.
  • Geringere Wärmeentwicklung: Ideal für temperaturempfindliche Materialien wie dünne Folien oder Papier.
  • Längere Haltbarkeit: LED-Module halten bis zu 20.000 Stunden, während Quecksilberlampen nach 1.000–2.000 Stunden ersetzt werden müssen.

Etikettendruck: Geschwindigkeit meets Präzision
Im Etikettendruck entscheidet Geschwindigkeit über Wettbewerbsfähigkeit. LED-UV ermöglicht sofortige Härtung, selbst bei hochviskosen Farben. Das Ergebnis: Kein Warten auf Trocknungszeiten, direkte Weiterverarbeitung und reduzierte Ausschussraten. Besonders bei metallisierten oder glänzenden Oberflächen punktet LED-UV durch homogene Aushärtung ohne Schlierenbildung.

Flexodruck: Mehr Flexibilität, weniger Kompromisse
Flexodruckverfahren profitieren von der kompakten Bauweise LED-basierter Härtungssysteme. Da keine Hitze abstrahlt, lassen sich dünnere Druckträger wie PE-Folien problemlos verarbeiten. Zudem ermöglicht die präzise Wellenlängensteuerung von LEDs die Optimierung für spezielle Farbtypen – von deckenden Weißtönen bis zu transparenten Überlackierungen.

Offsetdruck: Qualität trifft Nachhaltigkeit
Im Bogenoffset revolutioniert LED-UV die Produktion kurzer Auflagen. Da die Farben sofort aushärten, entfällt das Powdering. Die Oberflächen bleiben glatter, was nachfolgende Verarbeitungsschritte wie Laminieren oder Stanzen vereinfacht. Gleichzeitig reduzieren Druckereien ihren CO₂-Fußabdruck durch geringeren Energiebedarf und den Wegfall flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs).

Schmalbahndruck: Kleine Formate, große Wirkung
Bei schmalbahnigen Anwendungen wie Verpackungsdruck oder Sicherheitsmerkmalen ist Platz kostbar. LED-UV-Module überzeugen durch kompakte Designs, die sich direkt in Druckwerke integrieren lassen. Die punktgenaue Härtung verhindert unerwünschtes Ausbleichen benachbarter Farben – entscheidend für hochauflösende Grafiken oder mikrofeine Schriften.

Umweltaspekte: Mehr als nur Energieersparnis
Der ökologische Vorteil geht über niedrigere Stromkosten hinaus:

  • Kein Ozonausstoß: Im Gegensatz zu herkömmlichen UV-Lampen entfällt die Ozongeneration bei 254 nm Wellenlänge.
  • Recyclingfähigkeit: LED-Module enthalten keine Quecksilberrückstände, was die Entsorgung vereinfacht.
  • Reduzierte Abfallmengen: Durch sofortige Härtung sinkt die Fehlerquote bei der Produktion.

Wirtschaftlichkeit: Langfristige Kostensenkung
Die Anfangsinvestition in LED-UV-Technik amortisiert sich schnell:

  • Geringere Wartungskosten (kein Lampentausch)
  • Höhere Maschinenauslastung durch wegfallende Stillstandszeiten
  • Geringere Kühlungsanforderungen sparen zusätzlich Energie
    Praxistests zeigen, dass Druckbetriebe ihre Gesamtbetriebskosten um bis zu 40 % senken können.

Zukunftsperspektiven: Wohin entwickelt sich die Technologie?
Aktuelle Forschung konzentriert sich auf die Erweiterung des Wellenlängenspektrums. Neue LED-Typen ermöglichen bereits die Härtung pigmentierter Schwarzanteile, die bisher konventionellen Systemen vorbehalten waren. Hybridlösungen kombinieren LED-UV mit anderen Trocknungsmethoden, um Materialien wie strukturierte Lacke oder 3D-Effektbeschichtungen effizient zu verarbeiten.

Fazit: Der Wechsel lohnt sich – jetzt
Unabhängig vom Druckverfahren bietet LED-UV-Härtung klare technische und wirtschaftliche Vorteile. Früh adoptierende Betriebe positionieren sich nicht nur als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, sondern profitieren von messbaren Kosteneinsparungen. Die Technologie ist ausgereift, die Infrastruktur vorhanden – der ideale Zeitpunkt für den Umstieg ist jetzt.

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