LED-UV-Härtung im Flexodruck: Effizienz trifft Präzision
Die Druckbranche steht unter Druck: schnellere Produktionszyklen, höhere Qualitätsansprüche, striktere Umweltauflagen. Herkömmliche UV-Trocknungssysteme stoßen hier oft an Grenzen – hoher Energieverbrauch, Wärmeentwicklung, begrenzte Materialkompatibilität. LED-UV-Härtungssysteme revolutionieren diesen Prozess, besonders im Flexodruck.
Warum LED-UV die Flexodruck-Landschaft verändert
Traditionelle UV-Lampen benötigen Minuten, um die volle Leistung zu erreichen. LED-Systeme sind sofort einsatzbereit. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert Ausschuss in der Anlaufphase. Bei Etikettendruck auf empfindlichen Folien oder Papieren verhindert die präzise steuerbare LED-Intensität ein Durchschlagen von Hitze – entscheidend für Materialien wie PE oder PP.
Tests in schmalen Bahnbreiten (z.B. 200–500 mm) zeigen: LED-gehärtete Farben erreichen nach 0,3 Sekunden bereits 95 % der Endhärte. Vergleichbare Werte benötigen bei Quecksilberlampen das Doppelte an Zeit.
Stabile Ergebnisse bei variablen Druckbedingungen
Flexodruck lebt von Anpassungsfähigkeit. LED-Technologie macht diese Flexibilität erst möglich:
- Dynamische Viskositäten: UV-Farben für LED-Systeme bleiben bei 25–28°C stabil, selbst bei Stopps von 15 Minuten
- Schichtdickenkontrolle: Präzise Härtung von 2–8 µm dünnen Schichten ohne Überhitzungsrisiko
- Farbton-Treue: Kein Gelbstich durch oxidativen Abbau bei kühlerem Prozess
Ein Praxisbeispiel: Ein Schweizer Verpackungsdrucker reduzierte Farbabweichungen bei CMYK-Überdrucken um 62 %, nachdem er auf LED-Härtung umstellte.
Energiebilanz, die sich rechnet
Quecksilberlampen verschwenden bis zu 60 % ihrer Energie als Abwärme. LED-Systeme wandeln über 85 % des Stroms direkt in nutzbare UV-Strahlung um. Hochgerechnet auf eine 10-kW-Anlage:
- Jährliche Einsparung: ~35.000 kWh
- CO₂-Reduktion: ~21 Tonnen (bei EU-Strommix)
- Lampenlebensdauer: 15.000–20.000 Stunden vs. 1.000–2.000 Stunden
Die Amortisationszeit liegt bei durchschnittlichen Betriebsstunden unter 18 Monaten – ein Argument für Nachhaltigkeitsberichte und ISO-Zertifizierungen.
Materialvielfalt ohne Kompromisse
Von Temperatursensiblen Substraten profitieren besonders:
- Schrumpffolien: Keine Deformation bei




