Warum UV-härtendes System die beste Wahl für den Verpackungsdruck ist

Warum UV-härtendes System die beste Wahl für den Verpackungsdruck ist

Im Verpackungsdruck geht es um Geschwindigkeit, Qualität und Zuverlässigkeit. UV-härtende Systeme revolutionieren diese Branche seit Jahren, aber warum setzen führende Druckereien weltweit ausschließlich auf diese Technologie? Die Antwort liegt in der einzigartigen Kombination aus physikalischen Prozessen und praktischer Anwendbarkeit.

Beim Etikettendruck mit Flexodruckmaschinen entscheiden Mikrometer über den Erfolg. Herkömmliche Trocknungssysteme lassen Farben einlaufen oder verursachen unkontrollierte Schrumpfprozesse. UV-Lacke polymerisieren dagegen sekundenschnell unter LED-Strahlung – exakt dosiert durch moderne Steuerungstechnik. Das Ergebnis: scharfkantige Schriften auf hauchdünnen Folien, selbst bei 200m/min Durchlaufgeschwindigkeit.

Nicht umsonst bevorzugen Pharmakonzerne diese Methode für ihre Seriennummern-Aufdrucke. Die sofortige Aushärtung eliminiert Verschmieren bei der Weiterverarbeitung. Spezialtinten mit Hologramm-Effekten oder taktilen Strukturen erreichen erst durch UV-Licht ihre volle Funktionalität. Ein Bonuspunkt: Die niedrige Wärmeentwicklung moderner LED-UV-Systeme macht selbst temperaturempfindliche Substrate wie dünne PE-Folien problemlos bedruckbar.

Im Offsetbereich zeigt sich ein anderes Bild. Hier kämpfen Druckereien traditionell mit langen Trocknungszeiten mineralölbasierter Farben. UV-fähige Offsetmaschinen umgehen dieses Problem durch chemisch modifizierte Pigmente. Bei Kontakt mit UV-Strahlung bilden sich instantan stabile Polymerketten. Praktisch bedeutet das: Direktes Stanzen, Falzen oder Verkleben ohne Wartezeit.

Ein Fallbeispiel aus der Praxis: Eine mittelständische Druckerei in Baden-Württemberg steigerte ihre Wochenproduktion von Faltschachteln um 40%, nachdem sie auf UV-Offset umgestellt hatte. Der Clou: Durch die sofortige Weiterverarbeitung reduzierten sich Lagerflächen für Zwischentrocknung um 75%.

Schmalbahnanlagen profitieren besonders von der Technologie. Beim Druck schmaler Bahnen wie Parfümflakons oder Weinflaschenetiketten entscheidet Präzision über Profit. Herkömmliche Infrarottrockner blähen die Materialien auf, was bei feinen Rastergraden zu Passerdifferenzen führt. UV-Härtung arbeitet berührungslos und dimensionsstabil.

Ein oft übersehener Vorteil: Die Tintenausbeute. Da UV-Farben nicht verdunsten, bleiben Viskosität und Farbton über die gesamte Druckdauer konstant. Farbwerte müssen nicht stündlich nachjustiert werden – ein Segen für Kleinserien mit häufigen Farbwechseln.

Umweltschutz spielt eine zentrale Rolle. Moderne LED-UV-Systeme verbrauchen bis zu 70% weniger Energie als Quecksilberdampflampen. Kein Ozonausstoß, keine flüchtigen organischen Verbindungen. Ein Schweizer Lebensmittelhersteller konnte seine CO2-Bilanz im Druckbereich durch die Umstellung um 28% verbessern – ein starkes Verkaufsargument in ökologiebewussten Märkten.

Die Haltbarkeit überzeugt kritische Kunden. UV-gehärtete Drucke widerstehen Alkohol, Scheuermitteln und UV-Strahlung. Tests zeigen: Nach 500 Stunden in der Klimakammer (70°C, 95% Luftfeuchtigkeit) bleiben Farben und Lacke intakt. Ideal für Exportverpackungen, die monatelang in Containern tropischen Bedingungen ausgesetzt sind.

Kostenfaktoren werden oft falsch eingeschätzt. Zwar liegen UV-Tinten preislich 20-30% über konventionellen Alternativen, aber die Einsparungen wiegen schwerer: Keine Lösungsmittelbeschaffung, reduzierte Ausschussraten durch sofortige Qualitätskontrolle, geringere Lagerkosten. Eine Münchener Studie belegt: Die Gesamtkosten pro Bogen sinken bei UV-Systemen um durchschnittlich 17%.

Die Zukunft gehört hybriden Lösungen. Kombinationen aus UV- und Wasserfarben erreichen bisher unmögliche Effekte. Beispiel: Mattglanz-Reliefs durch alternierende Aushärtungsstufen. Oder Sicherheitsmerkmale, die erst unter bestimmten Lichtspektren sichtbar werden.

Letztlich zählt die Praxis. Maschinenbauer entwickeln kompakte UV-Module für Retrofit-Lösungen. Ältere Druckmaschinen erhalten so zweites Leben mit modernster Härtungstechnik. Wartungstechniker schätzen die simplen Komponenten: Keine beweglichen Teile in der Strahlereinheit, automatische Kalibrierung via IoT-Sensoren.

Im Wettlauf um Aufträge setzen Druckdienstleister auf diese Technologie nicht wegen theoretischer Vorteile, sondern handfester Ergebnisse. Kürzere Durchlaufzeiten, weniger Reklamationen, höhere Margen bei Spezialaufträgen – in einer Branche mit schmalen Gewinnspannen entscheiden solche Faktoren über Existenz oder Insolvenz.

Contact IUV Curing Experts

Contact IUV Experts

滚动至顶部