Die Druckindustrie befindet sich in einem stetigen Wandel. Moderne Druckereien suchen nach Wegen, um ihre Produktionsprozesse zu optimieren. Dabei stehen Effizienzsteigerung und Kostensenkung im Fokus. Hier spielen innovative Technologien eine entscheidende Rolle. Insbesondere UV-Härtungssysteme haben sich als Gamechanger etabliert. Sie bieten eine überzeugende Kombination aus Geschwindigkeit und Energieeffizienz. Diese Systeme verändern grundlegend, wie Etiketten, Verpackungen und andere Druckerzeugnisse hergestellt werden.
Im Bereich des Etikettendrucks sind Geschwindigkeit und Präzision unerlässlich. Schmale Druckmaschinen, sogenannte Schmalbahn-Druckmaschinen, sind hierbei die Arbeitspferde. Sie ermöglichen die kostengünstige Produktion von hochwertigen Etiketten in großen Auflagen. Traditionelle Trocknungsmethoden, wie sie in älteren Systemen zum Einsatz kamen, waren oft langsam und energieintensiv. Sie bremsten den Produktionsfluss. Mit dem Aufkommen von UV-Härtungstechnologien hat sich dies jedoch geändert.
UV-Härtung bedeutet, dass spezielle Tinten und Lacke unter Einwirkung von ultraviolettem Licht innerhalb von Sekunden aushärten. Dies ist ein chemischer Prozess. Die UV-Strahlung initiiert eine Polymerisation der flüssigen Tinte. Die Tinte wird dadurch fest und haltbar. Dies geschieht nahezu augenblicklich. Im Gegensatz dazu benötigen herkömmliche Trocknungsprozesse oft mehr Zeit und Wärme.
Ein wesentlicher Vorteil von UV-Härtung ist die hohe Geschwindigkeit, die sie ermöglicht. Druckmaschinen können mit deutlich höheren Geschwindigkeiten laufen. Dies steigert den Durchsatz erheblich. Für Etikettendruckereien bedeutet dies, mehr Aufträge in kürzerer Zeit zu bewältigen. Dies ist ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Doch Geschwindigkeit ist nicht der einzige Pluspunkt. UV-Härtungssysteme sind auch bemerkenswert energieeffizient. Insbesondere moderne LED-UV-Härtungssysteme setzen hier neue Maßstäbe. Sie verbrauchen deutlich weniger Energie als ältere Quecksilberdampf-UV-Lampen. LED-Lampen erzeugen kaum noch Wärme. Dies spart nicht nur Stromkosten, sondern reduziert auch die thermische Belastung des Bedruckmaterials. Das ist besonders wichtig bei empfindlichen Substraten, wie bestimmten Folien oder dünnen Papieren.
Die reduzierte Wärmeabgabe hat weitere positive Effekte. Sie minimiert das Risiko des Verziehens oder Beschädigens des Materials. Dies führt zu einer höheren Ausschussquote und spart somit Kosten. Zudem arbeiten LED-UV-Systeme sehr gezielt. Sie emittieren Licht nur im benötigten Wellenlängenbereich. Das macht sie effizienter und umweltfreundlicher. Sie erzeugen zudem kaum Ozon, was die Arbeitsumgebung verbessert.
Die Flexibilität, die UV-Härtungssysteme bieten, ist ein weiterer wichtiger Faktor. Sie sind für verschiedene Druckverfahren geeignet. Dazu gehört der Flexodruck, auch bekannt als Flexografie. Im Flexodruck werden flexible Klischees verwendet, um das Motiv auf das Druckmaterial zu übertragen. Dies ist ein weit verbreitetes Verfahren für Etiketten und Verpackungen. UV-härtende Farben sind für den Flexodruck ideal, da sie schnell trocknen und eine hohe Farbbrillanz sowie Kratzfestigkeit aufweisen.
Auch im Offsetdruck, insbesondere im Bogen- und Rollenoffsetdruck, werden UV-Härtungssysteme eingesetzt. Hierbei wird das Druckbild von einer Druckplatte auf ein Gummituch und von dort auf das Papier oder den Karton übertragen. UV-Lacke und UV-Farben im Offsetdruck ermöglichen glänzende Oberflächen und schützen das Druckergebnis. Dies ist für hochwertige Druckerzeugnisse von großer Bedeutung.
Der Tiefdruck profitiert ebenfalls von der UV-Härtung. Obwohl der Tiefdruck oft für sehr hohe Auflagen eingesetzt wird, ermöglicht die schnelle Aushärtung mit UV eine verbesserte Kontrolle und Effizienz.
Schmalbahn-Druckmaschinen sind oft modular aufgebaut. Dies erlaubt die Integration von UV-Härtungsmodulen an verschiedenen Stellen des Druckprozesses. Man kann UV-Farben zwischen den einzelnen Druckwerken trocknen. Ebenso lassen sich UV-Lacke im Anschluss an den Farbauftrag aushärten. Diese Flexibilität erlaubt Druckereien, eine breite Palette von Effekten und Veredelungen anzubieten. Dies reicht von glänzenden bis hin zu matten Oberflächen, von Schutzlacken bis hin zu speziellen Effektdrucken.
Die Integration von LED-UV-Härtung in Schmalbahn-Druckmaschinen ist ein wichtiger Trend. Diese Systeme sind kompakter als ältere UV-Geräte. Sie lassen sich leichter in bestehende Maschinen integrieren. Ihre Lebensdauer ist zudem deutlich länger als bei herkömmlichen Lampen. Dies reduziert Wartungskosten und Stillstandzeiten.
Die Vorteile von UV-Härtungssystemen sind vielfältig. Sie ermöglichen höhere Produktionsgeschwindigkeiten. Dies senkt die Stückkosten. Die verbesserte Energieeffizienz, insbesondere bei LED-UV, reduziert Betriebskosten und Umweltbelastung. Die sofortige Aushärtung verbessert die Druckqualität und reduziert Ausschuss. Die breite Anwendbarkeit in verschiedenen Druckverfahren wie Flexo, Offset und Tiefdruck macht sie zu einer vielseitigen Lösung.
Für Druckereien, die im Bereich Etiketten, Verpackungen und Schmalbahn-Druck tätig sind, ist die Auseinandersetzung mit UV-Härtungstechnologie nicht mehr optional. Sie ist ein entscheidender Schritt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Investition in moderne UV-Härtungssysteme, insbesondere in energieeffiziente LED-UV-Lösungen, zahlt sich durch gesteigerte Produktivität, geringere Betriebskosten und eine verbesserte Druckqualität aus. Sie bilden die Grundlage für eine zukunftsfähige und effiziente Druckproduktion.




