LED-Aushärtungssystem im Etikettendruck: Präzision und Energieeffizienz vereint

LED-Aushärtungssystem im Etikettendruck Präzision und Energieeffizienz vereint

LED-UV-Härtung in der Etikettenbranche: Technologie trifft Praxis

Im modernen Etikettendruck geht es um Geschwindigkeit, Qualität und Nachhaltigkeit. Herkömmliche UV-Trocknungssysteme mit Quecksilberdampflampen geraten hier zunehmend ins Hintertreffen. LED-UV-Härtungssysteme setzen neue Maßstäbe – nicht nur in der Präzision, sondern auch bei der Energiebilanz.

Warum LED-UV die Etikettenproduktion revolutioniert
Traditionelle UV-Systeme benötigen lange Vorheizzeiten und verbrauchen konstant Energie, selbst im Leerlauf. LED-UV-Lampen dagegen arbeiten on-demand. Sobald der Druckvorgang startet, liefern sie sofort die benötigte Strahlungsintensität. Das reduziert nicht nur den Stromverbrauch um bis zu 70 %, sondern minimiert auch Wärmeentwicklung – ein entscheidender Vorteil bei temperaturempfindlichen Materialien wie dünnen Folien oder Spezialpapieren.

Für Labels mit feinen Details, etwa in der Pharmabranche oder bei Premium-Luxusartikeln, bedeutet das: Kein Verzug des Materials, keine unerwünschten Farbverschiebungen. Die präzise Steuerung der Wellenlänge (meist 365–395 nm) ermöglicht zudem eine maßgeschneiderte Härtung unterschiedlicher Lacke und Tinten.

Kompatibilität mit Flexo-, Offset- und Schmalbahnanlagen
Ein Mythos hält sich hartnäckig: LED-UV eigne sich nur für bestimmte Druckverfahren. Fakt ist: Moderne Systeme integrieren sich nahtlos in bestehende Produktionslinien.

  • Flexodruck: Bei der Hochgeschwindigkeitsproduktion von Selbstklebeetiketten sorgt die sofortige Härtung für reduzierte Trocknungszeiten. Motive haften sofort, Stapeln ohne Abstand wird möglich.
  • Offsetdruck: Vor allem im Bereich Metallisiertes Papier oder holografische Folien verhindert die kühle LED-UV-Härtung unerwünschte Reflexionsmuster.
  • Schmalbahndruck: Die kompakte Bauweise der LED-Module ermöglicht den Einsatz auch in beengten Produktionsumgebungen.

Energiekosten vs. Investition: Die Rechnung geht auf
Zugegeben: Die Anschaffungskosten für LED-UV-Systeme liegen über denen herkömmlicher Technik. Doch die Betriebskosten-Bilanz überzeugt:

  • Kein Ersatz von Quecksilberlampen alle 1.000–2.000 Betriebsstunden
  • Wegfall von Ozonabsauganlagen durch ozonfreie Emissionen
  • Geringere Klimatisierungskosten durch reduzierte Abwärme

Rechenbeispiel: Eine mittelständische Druckerei mit drei Schichtbetrieb spart allein durch den Wegfall von Lampenwechseln und reduzierter Kühlung bis zu 15.000 € jährlich.

Materialvielfalt ohne Kompromisse
Ob PP-Folien, PET oder Papier mit Oberflächenstruktur – LED-UV-Systeme härten Lacke gleichmäßig aus, ohne Materialspannung zu erzeugen. Speziell bei Duftetiketten oder thermochromen Drucken ist dies entscheidend: Herkömmliche UV-Strahlen können flüchtige Verbindungen beeinträchtigen, während LED-UV gezielt nur die Härtungskomponenten aktiviert.

Wartung? Fast vergessen
Ohne bewegliche Teile wie Shutter oder Rotationsspiegel reduzieren sich Wartungsintervalle auf gelegentliche Lens-Reinigung. Die Lebensdauer von 20.000–30.000 Betriebsstunden entspricht etwa 10 Jahren im Normalbetrieb. Ein weiterer Pluspunkt: Keine Entsorgungskosten für quecksilberhaltige Komponenten.

Zukunftssicher durch Skalierbarkeit
Modulare Aufbauten erlauben Nachrüstungen ohne Maschinenstillstand. Braucht ein Künftiger Auftrag zusätzliche Härtungspower? Ein weiteres LED-Modul wird in die bestehende Reihe integriert – oft binnen weniger Stunden.

Umweltzertifizierung als Bonus
Unternehmen mit ISO 14001 oder EMAS profitieren doppelt: LED-UV-Systeme reduzieren nicht nur den CO₂-Fußabdruck, sondern eliminieren auch Sondermüll. Das verbessert die Position bei Ausschreibungen, besonders im Pharmasektor und bei öffentlichen Auftraggebern.

Fazit
Die Diskussion um LED-UV-Technologie im Etikettendruck ist keine Frage des ob, sondern des wann. Mit jeder Kilowattstunde gespartem Strom und jedem nicht produzierten Gramm Sondermüll rückt das System vom Nischenprodukt zum Standard. Entscheider, die heute umrüsten, sichern sich nicht nur Kostenvorteile, sondern auch ein Argument im Wettbewerb um nachhaltigkeitsorientierte Kunden.

Die Technologie ist ausgereift, die Wirtschaftlichkeit bewiesen. Bleibt nur eine Frage: Welches Projekt soll bei Ihnen als Erstes von der Präzision und Effizienz profitieren?

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