Kombination von Flexodruck und Narrow-Web Digitaletikettendruck für hybride Workflows

Kombination von Flexodruck und Narrow-Web Digitaletikettendruck für hybride Workflows

Die Etikettenbranche steht im stetigen Wandel. Hersteller suchen nach effizienteren und flexibleren Produktionsmethoden. Hybride Druckverfahren gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Sie vereinen die Stärken verschiedener Technologien. Insbesondere die Kombination von Flexodruck und Narrow-Web Digitaletikettendruck bietet hier erhebliche Vorteile. Dies gilt besonders in Verbindung mit moderner LED UV-Härtungstechnologie.

Der Flexodruck ist seit Jahrzehnten ein Eckpfeiler der Etikettenproduktion. Er zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeiten und niedrige Stückkosten aus. Seine Leistungsfähigkeit bei langen Druckauflagen ist unbestritten. Flexodruckmaschinen für den schmalen Rollenbereich (Narrow-Web) sind darauf ausgelegt, eine Vielzahl von Materialien zu verarbeiten. Dazu gehören Papier, Folien und auch empfindlichere Substrate. Die Rasterwalzen und flexiblen Druckformen ermöglichen eine präzise Farbwiedergabe. Dies ist für anspruchsvolle Designs unerlässlich.

Digitaldrucktechnologien haben sich rasant entwickelt. Sie revolutionieren die Etikettenherstellung. Der Narrow-Web Digitaletikettendruck ermöglicht kurze Rüstzeiten und variable Druckdaten. Dies ist ideal für Kleinauflagen und personalisierte Etiketten. Die Flexibilität, Designs schnell zu ändern oder individuelle Kundenwünsche umzusetzen, ist ein entscheidender Vorteil. inkjet- und Tonerverfahren dominieren hier oft das Feld. Sie bieten eine hohe Druckqualität und eine breite Farbpalette.

Hybride Workflows: Die Synergie von Flexodruck und Digitaldruck

Ein hybrider Workflow integriert beide Technologien nahtlos. Dies geschieht oft auf derselben Druckmaschine oder durch aufeinanderfolgende Verarbeitungsschritte. Die Vorteile liegen auf der Hand. Lange Druckauflagen werden kosteneffizient im Flexodruck realisiert. Kleinere Auflagen oder Varianten können flexibel im Digitaldruck produziert werden. Dies reduziert den Ausschuss und optimiert die Produktionsplanung.

Die Integration erfordert eine sorgfältige Abstimmung. Materialien müssen für beide Verfahren geeignet sein. Farbmanagement und Passergenauigkeit sind kritische Parameter. Moderne Maschinenbauer bieten integrierte Lösungen an. Diese erlauben den Wechsel zwischen Flexo- und Digitaldruckmodulen. Dies maximiert die Anwendungsbreite einer einzelnen Maschine.

Die Rolle der LED UV-Härtungstechnologie

Die UV-Härtung spielt eine zentrale Rolle in beiden Druckverfahren. Traditionell kamen Quecksilberdampflampen zum Einsatz. Diese sind energieintensiv und erzeugen viel Wärme. Die Einführung von LED UV-Härtungssystemen markiert einen technologischen Sprung. LEDs emittieren UV-Licht in einem schmalen Wellenlängenbereich. Dies ermöglicht eine sehr effiziente Aushärtung der Druckfarben und Lacke.

Vorteile der LED UV-Härtung sind vielfältig. Sie verbrauchen deutlich weniger Energie als herkömmliche Lampen. Die Wärmeentwicklung ist geringer. Dies schont empfindliche Substrate und ermöglicht den Druck auf thermisch instabilen Materialien. Die Lebensdauer von LEDs ist um ein Vielfaches höher. Das reduziert Wartungsauf- und Austauschkosten erheblich. Zudem sind LEDs sofort einsatzbereit, was das “Aufheizen” herkömmlicher Lampen überflüssig macht.

Flexodruck mit LED UV-Härtung

Im Flexodruck ermöglicht LED UV-Härtung eine schnelle Trocknung der Farben. Dies ist entscheidend für hohe Druckgeschwindigkeiten. Es erlaubt auch den Einsatz von Mehrfachdruckwerken hintereinander, ohne dass die Farben verwischen. Dies ist besonders wichtig bei komplexen Designs mit vielen Farbschichten. Die geringere Wärmeentwicklung ist ein Segen für dünne Folienetiketten. Sie können sich nicht verziehen oder schmelzen. Die Farbbrillanz und Kratzfestigkeit der ausgehärteten Drucke sind exzellent.

Digitaldruck mit LED UV-Härtung

Auch im Digitaldruck ist LED UV-Härtung ein Game-Changer. Sie ermöglicht das sofortige Trocknen der digitalen Tinten. Dies verhindert ein Verlaufen der Tinte auf dem Substrat. Es erlaubt auch das Bedrucken von nicht-porösen Materialien wie Folien und Kunststoffen. Diese sind für andere Druckverfahren oft schwierig zu handhaben. Die schnelle Aushärtung ist unerlässlich für die Weiterverarbeitung. Sie verhindert, dass die Drucke nach dem Druck verschmieren.

Hybride Workflows und die Vorteile der LED UV-Härtung

Wenn Flexodruck und Digitaldruck in einem hybriden Workflow zusammenarbeiten, entfalten sich die Vorteile der LED UV-Härtung noch stärker. Ein typischer hybrider Workflow könnte so aussehen:

  1. Basisfarben im Flexodruck: Für großflächige Hintergründe oder Sonderfarben wird der Flexodruck eingesetzt. Die LED UV-Härtung trocknet die Farben schnell und brillant.
  2. Details und Veredelungen im Digitaldruck: Anschließend werden variable Daten, wie Seriennummern, Barcodes oder individuelle Designs, im Digitaldruck aufgebracht. Auch hier sorgt LED UV-Härtung für sofortige Trocknung.
  3. Zusätzliche Veredelungen: Überdrucklacke oder Effekte können entweder im Flexo- oder Digitaldruckmodul mit LED UV-Härtung appliziert werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für hochwertige Etiketten.

Diese Kombination erlaubt eine maximale Effizienz. Lange Auflagen werden kostengünstig produziert. Kleinere Auflagen mit individuellen Merkmalen sind problemlos möglich. Der Materialfluss wird optimiert. Die Produktionszeit sinkt.

Herausforderungen und Lösungen bei hybriden Workflows

Die Implementierung hybrider Workflows erfordert Investitionen. Die Maschinen sind komplexer. Das Personal benötigt Schulungen für beide Druckverfahren. Farbmanagement ist eine ständige Herausforderung. Die Kompatibilität von Farben und Lacken mit verschiedenen Substraten muss sichergestellt sein.

Moderne Druckmaschinenhersteller bieten hierfür integrierte Lösungen. Softwareplattformen steuern den gesamten Prozess. Sie optimieren den Farbauftrag und die Passergenauigkeit. Die Vernetzung von Flexo- und Digitaldruckmodulen ist entscheidend. Die LED UV-Systeme müssen präzise auf die jeweiligen Druckverfahren abgestimmt sein. Dies gewährleistet eine optimale Härtung und Energieeffizienz.

Die Zukunft der Etikettenproduktion

Die Nachfrage nach flexiblen und nachhaltigen Drucklösungen wird weiter steigen. Hybride Workflows, die Flexodruck und Narrow-Web Digitaletikettendruck kombinieren, sind die Antwort darauf. Die LED UV-Härtungstechnologie ist ein Schlüssel dazu. Sie ermöglicht höhere Geschwindigkeiten, bessere Qualität und geringeren Energieverbrauch.

Unternehmen, die in diese Technologien investieren, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil. Sie können auf die sich ständig ändernden Marktanforderungen schnell reagieren. Die Produktion wird effizienter und umweltfreundlicher. Die Möglichkeit, unterschiedlichste Etikettenformate und Veredelungen auf einer einzigen Plattform zu realisieren, ist ein enormer Pluspunkt.

Schlussfolgerung

Die Kombination von Flexodruck und Narrow-Web Digitaletikettendruck ist mehr als nur ein Trend. Es ist eine strategische Notwendigkeit für viele Etikettenhersteller. Mit der fortschreitenden Entwicklung der LED UV-Härtungstechnologie werden diese hybriden Workflows noch leistungsfähiger und flexibler. Sie ermöglichen es Druckereien, den Anforderungen des modernen Marktes gerecht zu werden und innovative Lösungen anzubieten. Die Investition in solche Technologien zahlt sich durch gesteigerte Effizienz und neue Geschäftsmöglichkeiten aus.


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